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Uniform to University

Liebe Freunde,

letzte Woche war ich mit Kolleginnen und Kollegen aus den dreiundzwanzig weltweiten Organisationen der Tel Aviv University (TAU) Friends in Israel zum jährlichen Treffen professioneller Fundraiser. Jedes Jahr kommen wir für eine Woche auf den Campus, um uns mit Forschern und Professoren zu treffen und die Errungenschaften der TAU aus erster Hand zu erfahren und zu sehen.  

Der Aufenthalt in Israel war gleichzeitig inspirierend und herzzerreissend. Die schiere Anzahl der Menschen, die sich freiwillig engagieren und helfen, ist unglaublich. Überall sind Bilder der Geiseln und Schilder mit der Aufschrift «Bring Them Home» zu sehen. Jeder trägt die «Bring Them Home»-Hundemarken oder gelbe Bänder, um daran zu erinnern, wie sehr uns die 136 Geiseln in Gaza am Herzen liegen. Wenn man auf dem Campus die verschiedenen Fakultäten betritt, findet man dort Gedenkstätten für gefallene Studenten. Es ist erschütternd, den Verlust dieser vielversprechenden jungen Menschen zu sehen. Ich bin dankbar, dass ich die Gelegenheit hatte, mich mit unseren israelischen Kollegen und Freunden zu solidarisieren. Manchmal ist schon die blosse physische Anwesenheit ein Trost, ein Statement, und diese Reise war ein solches Zeichen der Solidarität.

 

Man sieht und spürt die Widerstandsfähigkeit der israelischen Bevölkerung, die gleichzeitig ihr Leben weiterführt und sich mit der Realität des Lebens in einem Land im Krieg auseinandersetzt. Einer der Höhepunkte des Treffens war die Ansprache von zwei Studierenden, die gerade vom Reservistendienst zurückgekehrt waren. Sie erzählten, wie schwierig es sei, sich zwischen zwei Welten zurechtzufinden. Sie fühlten sich geehrt und waren stolz darauf, gedient zu haben, aber die Wiedereingliederung in ihr akademisches Leben ist kompliziert. Sie erzählten, dass ihr Leben auch während des Dienstes weiterging und ihre Rechnungen bezahlt werden mussten. Dies unterstreicht die Notwendigkeit der Stipendienkampagne «Uniform to University Scholarship Campaign» zur Unterstützung von zurückkehrenden studentischen Reservistinnen und Reservisten. Sie soll sicherstellen, dass sie ihr Studium fortsetzen und ihr Studienjahr retten können. Zu diesem zweck werden nun 3 Millionen Dollar gesammelt, damit jede und jeder studentische Reservist die nötige finanzielle Unterstützung erhält, damit sie oder er ihren/seinen Auftrag erfüllen kann. 


Wenn Sie unsere Studenten, die ihrem Land selbstlos gedient haben, durch die Stipendienkampagne «Uniform to University» unterstützen möchten, klicken Sie bitte hier.  

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Dr. Hila May von der Abteilung für Anatomie und Anthropologie an der Medizinischen Fakultät hat sich auf antike DNA spezialisiert. Sie gehörte zu einem Team, das «alte» DNA-Techniken in der Forensik einsetzte, um die Überreste der am 7. Oktober Ermordeten zu identifizieren und erzählte uns, dies die einzige Möglichkeit, praktisch vollkommen verkohltes Material zu entschlüsseln – eine unheimlich belastende Aufgabe.  

Wir besuchten die Iby und Aladar Fleischman Fakultät für Ingenieurwissenschaften, wo 34% der Studierenden zum Reservedienst einberufen wurden. Hier sahen wir neue, an der TAU entwickelte Technologien für die Armee, die unsere Studenten bereits an vorderster Front schützen. Die TAU ist ein anerkannter Problemlöser und Partner auf höchstem Niveau.

Dank der Grosszügigkeit so vieler Menschen ist die Post-Trauma-Klinik unter der Leitung von Professor Yair Bar-Haim bereits in Betrieb und behandelt Patienten, darunter auch die vom Krieg am stärksten betroffenen TAU-Studierenden. Nach Angaben von Professor Bar-Haim erhält die Klinik wöchentlich mehr als 170 Selbsteinweisungen, Tendenz steigend. Ihre Unterstützung hat dazu beigetragen, dass diese Klinik eingerichtet werden konnte, um die Heilung einer ganzen traumatisierten Nation einzuleiten. 

Es gibt nichts Schöneres, als «nach Hause» zu gehen und zu wissen, dass wir die Zukunft Israels unterstützen. Wir helfen Studierenden der Tel Aviv University, ihre Ausbildung abzuschliessen, indem wir ihnen die finanzielle Last abnehmen, damit sie sich auf ihr Studium konzentrieren können. 

 

Herzliche Grüsse

Alain Picard, CEO

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